Wahlen Diözesanleitung

Diözesanleitungswahlen 2021

Unsere Kandidaten

Drei Kandidaten stellen sich den Delegierten zur Wahl. Bedauern äußerte der Wahlvorstand, dass es nach dem Ausscheiden von Monika Freres-Ruhrmann nicht gelungen ist, auch wieder eine Kandidatin auf die Liste zu bringen. Bei der Wahl zum neuen Leitungsteam geht es in den Wochen bis zum 30. Juni für Hermann- Josef Schepers (71), Manfred Niemann (63) und Bernd Wagner (54) um die Briefwahl-Stimmen. Wir haben sie befragt, was sie motiviert, vier Jahre  Vorstandsarbeit leisten zu wollen. Und wir wollten hören, was sie nachdenklich macht oder welche Pläne sie für sich und die KAB jetzt auf ihre Agenda setzen.

Bernd Wagner

Warum kandidierst Du als neues Mitglied im KAB-Leitungsteam der Diözese?

Mir geht es darum, in Zeiten eines Generationenwechsels unsere KAB lebendig zu halten. Aufzugeben, weil nicht wenige Mitglieder älter werden und einige sich deshalb nicht mehr so aktiv einbringen können, kann ich mir jetzt nicht vorstellen. Dabei profitiere ich vom Rückhalt in meinem Gladbecker Ortsverein und von der Atmosphäre im Leitungsteam des Stadtvorstandes Gladbeck.

Ist Gladbeck ein besonderer Ortsverein?
Wir sind wie jeder Verein spezifisch und für uns speziell. Ich bin froh, dass wir auch aktive Mitglieder zwischen 40 und 60 Jahren haben und auf Stadtebene mehrere Dutzend Frauen und Männer, die sich parallel zum Beruf für die KAB engagieren.

Gibt es ein Programm von Dir oder Impulse für eine Amtszeit im Fall Deiner Wahl?
Nein, es gibt kein Programm wie bei großen Parteien, die sich in vielen unterschiedlichen Themen spezifisch positionieren. Was ich aber über gemeinsame Vorstands-Aufgaben hinaus tun kann, ist meine Praxis in Sachen Social-Media für meine KAB im Bistum einzubringen. Außerdem bin ich froh, von Gladbeck und unserer KAB aus, den Halden-Kreuzweg weiterhin mitgestalten zu können. Das ist mir ein ganz wichtiges Anliegen, wofür auch viele in meiner KAB in Butendorf mit mir aktiv sind.

Manfred Niemann

Was ist Dir im Fall Deiner Wahl wichtig in unserer Arbeit?

Ich möchte Politik kritisch hinterfragen, weil sie die Interessen vieler Menschen zu wenig berücksichtigt. Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass zunehmend Sonntage für Einkäufe genutzt werden. Das schadet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Wütend macht mich, dass es viele Menschen gibt, die zwei prekäre Jobs ausüben müssen und dennoch am Ende Grundsicherung beantragen müssen, um leben zu können. Und als KAB müssen wir aktiv werden für einen Mindestlohn, der später in der Rente ein Auskommen sichert. Die bestehende Kluft zwischen Wohlstand und dem für andere  selbstverständlichen Kampf ums tägliche Auskommen will letztlich niemand in der Politik entschieden angehen. Mein Anliegen ist, dass wir uns auch für eine weiter lebendige Kirche engagieren. Da ist aber im Vergleich zur Zeit meines Eintritts in die KAB in den 1970ern vieles verloren gegangen. Ich will auch der Partei mit dem C im Namen sagen, dass ich bei ihr den Einsatz für wichtige Werte des Christentums vermisse.


Welche Perspektive bringst Du auf der Grundlage dieser Erkenntnisse für Deine Arbeit im Diözesanvorstand mit?
Gleich mehrere Diskussionsveranstaltungen zum Thema „Reichtum“ und „Armut“, „Sozial verantwortlich leben“ oder „Den Sonntag schützen“ zu versprechen wäre schlecht. Aber wir müssen zweifellos alle im Alltag offener werden, und Probleme benennen, dort wo es um Ungerechtigkeiten geht. Darüber hinaus geht es mir darum, den Verband durch Mitarbeit in laufenden Projekten des Diözesanverbandes und Bundesverbandes auch nach der Pandemie und in schwierigen Zeiten lebendig zu halten.

Hermann-Josef Schepers

Was sind Ziele Deiner Kandidatur?

Es geht jetzt darum, dass wir die Zukunft der Kirche gestalten. Als KAB sind wir besonders dazu aufgerufen. Viele Menschen und Vereine haben im Prozess der Pfarrentwicklung Heimat verloren. Also müssen wir neue Wege finden und Möglichkeiten für Begegnung erhalten. Es zählt das reale  Zusammensein im Glauben. Digital bieten wir auf unserer Homepage  spirituelle Angebote und stehen dazu für soziale Bildung. Wo Vereine sich auflösen, brauchen wir Neue Nachbarschaften.

Was bedeutet das konkret für Dich in Zeiten, wo die Pandemie hemmt und Aktivitäten älterer Mitglieder sich konzentrieren müssen?
Ein Weg ist es, vor Ort Runde Tische zu gründen. Trotz der Vereinsauflösungen gibt es da Aktive, die neu zusammenfinden. Das passiert in Orten von   Gladbeck über Bochum bis ins Sauerland. Wichtig war und ist es uns, dass alle Mitglieder von uns seit Ende 2019 mit der DenkGerecht informative Post nach Haus bekommen, die sicher auch Mut macht. Entscheidend in allem bleibt, sich für ein christliches Zeugnis einzusetzen, für Schwächere und Benachteiligte und mit sozial tätigen Einrichtungen – etwa der Jugendsozialarbeit – zusammenzuarbeiten.

Bündnisse einzugehen und Vernetzung voranzutreiben heißt immer auch Menschen anzusprechen …
Ja, unbedingt. Verbandsarbeit 2021 muss offen für Sympathisantinnen und Begleiter außerhalb der KAB sein. Wir sind ein Verband, der Menschen begeistert und der konkret anpackt. Zusammenarbeit mit anderen Gruppen ähnlicher Ausrichtung ist wichtig und bereichert uns.

Du meinst da Verbindungen zu Gewerkschaften und anderen Gremien?
Ja. Wir gestalten Glauben und setzen auf soziale Verantwortung. Wir ziehen da an einem Strang mit vielen Menschen in Pfarreien, mit Pfarrgemeinderäten und dem Diözesanrat als höchster Laien-Vertretung im Bistum. Gemeinsam mit unseren Bischöfen sind wir aufgerufen, in der Kirche am nötigen Schub für die Zukunft mitzuwirken.

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