Politik und Verbandsarbeit

Auf den Spuren Konrad Adenauers und Willy Brandts

Seit Konrad Adenauer am 19. April1967 in seinem Wohnhaus verstorben und auf dem nahen gelegenen Waldfriedhof beigesetzt wurde, ist das Interesse groß, sich vor Ort an das Leben und Wirken des Politikers, ersten Bundeskanzlers, Staatsmannes und großen Europäers zu erinnern. Die dort präsentierte Dauerausstellung „Konrad Adenauer 1876-1967, Rheinländer, Deutscher, Europäer“ spannt den Bogen über fünf Epochen deutscher Ge-schichte vom Kaiserreich über die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus bis hin in die Besatzungs- und Nachkriegszeit und die Ära der jungen Bundesrepublik Deutschland.

Der ehemalige Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt lebte von 1979 bis 1992 in Unkel. Ein modern gestaltetes überparteiliches zeitgeschichtliches Museum mit zahlreichen audiovisuellen Medien lädt den Besucher ein, sich mit Willy Brandt und seiner Zeit zu beschäftigen. Eine Reise in die Vergangenheit der beiden Persönlichkeiten, die das politische Geschehen der Bundesrepublik Deutschland nachhaltig prägten.

Spannender kann Geschichte kaum sein!

Seminarverlauf: Einführung sowie geführte Besichtigung Konrad-Adenauer-Wohnhaus, Besichtigung der Ausstellung Konrad- Adenauer 1876-1967, Einführung sowie geführte Besichtigung des „Willy-Brandt-Forums“, im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion

Seminarleistungen: Fahrt ab Essen Reisebushaltestelle Essen HBF (Ausgang Freiheit/Südeingang) mit modernem Reisebus, Führungen, Mittagessen (Selbstzahler)

 

Traditionelles zum 1. Mai

Hintergrund:

Die internationale Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung feiert seit mehr als 127 Jahren den Tag der Arbeit am 01. Mai. Begonnen hat alles einst im Jahr 1856 in Australien. Zur tragischen Bekanntheit kam der Tag1886 am Rande einer Streik-Kundgebung am Haymarket in Chicago. Der Streik entwickelte sich zu einem Krawall mit zahlreichen Toten und Verletzten. Der 1. Mai galt bis dahin in den USA traditionell als „Moving day“. Er war der Stichtag für Vertragsabschlüsse oder Aufhebungen und den damit häufig verbundenen Arbeitsplatz- und Wohnungswechsel. Der 1. Mai hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich gebracht, und in den Zeiten der Diktaturen wurde er oft für Propagandazwecke missbraucht. Auf der ganzen Welt – von Argentinien bis Zypern – gibt es heute den Tag der Arbeit am 1. Mai als Kampftag, Volksfest oder Feiertag. In vielen Ländern wird er auch offiziell als Internationaler Tag der Arbeit bezeichnet.

Lesung: Ausbeutung und Konkurrenzkampf, Koh 4, 1-4

1. Dann wieder habe ich alles beobachtet, was unter der Sonne getan wird, um Menschen auszubeuten. Sieh, die Ausgebeuteten weinen und niemand tröstet sie; von der Hand ihrer Ausbeuter geht Gewalt aus und niemand tröstet sie.

2. Da preise ich immer wieder die Toten, die schon gestorben sind, und nicht die Lebenden, die noch leben müssen.

3. Glücklicher aber als beide preise ich den, der noch nicht geworden ist, der noch nicht das schlimme Tun gesehen hat, das unter der Sonne getan wird.

4. Denn ich beobachtete: Jede Arbeit und jedes erfolgreiche Tun bedeutet Konkurrenzkampf zwischen den Menschen. Auch das ist Windhauch und Luftgespinst.

Lied: Zum 1. Mai von Fredrik Vahle

1. Vom Monat Mai der Anfang, das ist der erste Mai. Da gibt’s in den Fabriken und auch woanders frei. Das kam nicht von allein. Den schönen ersten Mai, den kämpften viele Arbeiter zu ihrem Tage frei.

2. Sie zogen dann gemeinsam durch manche graue Stadt, damit von ihnen jeder eine gute Zukunft hat. Damit kein Mensch am Tage zwölf Stunden Arbeit hat, erkämpften sie gemeinsam sich den Achtstundentag.

3. Doch die Fabriken riefen sehr oft die Polizei. Und blutig war so mancher vergang ́ne erste Mai. Die Arbeiter von heute, die kämpfen für mehr Lohn. Der Streik ist ihre Tat dafür, dass spür ́n die Herren schon.

4. Auch dafür, dass der Frieden für uns gesichert sei. Da stehn wir fest zusammen am schönen ersten Mai. In Warschau und in Stockholm, in Helsinki und Rom, in München und in Hamburg ist Mai-Demonstration

Fachtagung Prekäre Beschäftigung

2018 veröffentlichte die Hans-Böckler-Stiftung Studienergebnisse eines Forscherteams des Wissenschaftszentrums Berlin und der Universität Nürnberg-Erlangen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass in Deutschland jede bzw. jeder achte zu den prekären Beschäftigten gehört. Wenig später, im Sommer 2020, wurde die breite Öffentlichkeit aufgerüttelt von Schlagzeilen über Masseninfektionen mit dem Corona Virus in Betrieben der Fleischindustrie und auf Erdbeer- und Spargelhöfen.

Viele unterschiedliche Träger waren gefordert, um den unmittelbaren Betroffenen in ihrer Not zur Seite zu stehen und regional wie auch überregional auf die Missstände aufmerksam zu machen. Im Herbst 2020 legte die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Verbot von Werkverträgen in Schlachtbetrieben vor, der am 01.01.2021 als sog. „Arbeitsschutzkontrollgesetz" in Kraft trat.

In NRW haben seit Januar 2021 neben Engagierten in lokalen Projekten auch die neuen, flächendeckend mit ESF-Landesmitteln finanzierten "Beratungsstellen Arbeit" den Auftrag, Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen zu beraten und zu unterstützen. Einer dieser Beratungsstellen ist der Styrumer Treff in Mülheim, früher Arbeitslosenzentrum und seit Jahren ein Projekt des KAB Diözesanverbandes Essen. Des Weiteren startet nun ein Modellprojekt in der Fleischindustrie, bei dem das faire Anwerben von ost- oder südosteuropäischem Arbeiter und Arbeiterinnen im Fokus stehen wird. Erste wichtige Schritte, die den prekären Beschäftigungsverhältnissen in NRW entgegensteuern sollen. Doch genügt das?

Wir als KAB Diözesanverband wollen den Blick nach vorne richten und die Herausforderungen, vor die uns prekäre und ausbeuterische Beschäftigung nach wie vor stellt, genauer in den Blick nehmen - politisch, praktisch und sozialethisch. Bei unserer Fachtagung wird dazu Raum und Gelegenheit sein.

 

 

 

Aktion zum Equal Pay Day

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell in Deutschland 19 Prozent beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 69 Tage (19 Prozent von 365 Tagen), die Frauen zum Jahresanfang unentgeltlich arbeiten müssen. 

Der Equal Pay Day wurde 2008 auf Initiative des Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. erstmals in Deutschland durchgeführt und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA.

Die amerikanischen Business and Professional Women schufen 1988 mit der Red Purse Campaign ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff der BPW Germany auf, sodass die roten Taschen bundesweit zum Symbol des Equal Pay Day wurden. Inzwischen gibt es den Equal Pay Day in 32 europäischen Ländern und weltweit.

Hauptanliegen des Projektes ist es, faire Einkommen für Männer und Frauen zu schaffen. Die Lohnlücke liegt in Deutschland seit Jahren kaum verändert bei 18 Prozent (Statistisches Bundesamt, 2021). Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf einem der letzten Plätze. Mit der Rente steigt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen auf 53 Prozent Unterschied in den Alterssicherungseinkommen. (4. Atlas zur Gleichstellung zwischen Männern und Frauen in Deutschland)

Die Entgeltungleichheit zu durchbrechen ist eine Frage der Gerechtigkeit. Es ist ein dem KAB Diözesanverband ein großes Anliegen Wir wollen faire Bezahlung als positiv herausstellen, dass gleiche Bezahlung ein Gewinn für alle ist. Dabei wollen wir die positiven Aspekte von Lohngleichheit für alle Teile der Gesellschaft wie Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Kultur und Sport in den Vordergrund rücken.

 

 

Senioren grenzenlos

Seniorenbildungswoche für Multiplikatoren

Eingebettet in stabile soziale Strukturen, meistens finanziell solide abgesichert, mit vielen Möglichkeiten, das Alter zu gestalten, in dieser Lebenssituation befinden sich die meisten in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Senioren. Und bei aller berechtigten Kritik an der Pflegesituation unterstützen ambulante Pflegedienste zuhause, und viele Senioreneinrichtungen bieten nebenpflegerischen Leistungen auch Programme zur Förderung und Unterhaltung. Das ist nicht überall in Europa so, es gibt auch innerhalb der Union noch große Unterschiede, was die Lebens- und Sozialstandards der älteren Generation betrifft.

  • In osteuropäischen Ländern wie Rumänien steht die Masse der bedürftigen Kleinrentner einer Elitegruppe von staatlichen Pensionären gegenüber.
  • In einigen Staaten basiert das Rentensystem auf einer staatlichen Grundrente.
  • Gerade in den skandinavischen Ländern gibt es hohe Qualitätsstandards in den Senioreneinrichtungen.

Das Thema „Senioren in Europa“ ist bunt und vielschichtig, und da unser Tagungsort Kevelaer grenznah zu den Niederlanden liegt, werden wir diese Nähe nutzen, um durch konkrete Kontakte und Besuche mehr aus dem gelebten Alltag zu erfahren.

Folgende Schwerpunkte sind geplant:

  • Unterschiedliche Rentenmodelle
  • Der unterschiedliche Lebensstandard von Senioren in Europa
  • Eingebettet oder Randfiguren? Senioren und Familienstrukturen
  • Der Blick ins Nachbarland: Besuch bei einer niederländischen Einrichtung

Das Thema "Senioren in Europa" ist bunt und vielschichtig, und da unser Tagungsort Kevelaer grenznah zu den Niederlanden liegt, werden wir diese Nähe nutzen, um durch konkrete Kontakte und Besuche mehr aus dem gelebten Alltag zu erfahren.


P.S.: Aufgrund der aktuellen Coronalage war es bei Redaktionsschluss nicht möglich, einen Besuch in den Niederlanden konkret zu planen. Die Kosten für die entsprechende Halbtagsexkursion werden dann zu den ausgewiesenen Seminarkosten addiert.

 

 

Denk.Aktiv!

Aktivenseminar

Workshop für Vorstände und aktive Menschen in Vereinen. Vereinsarbeit, insbesondere die der Vorstände, basiert in ganz wesentlichem Umfang auf ehrenamtlichem Engagement. Dieses Engagement zu binden und gleich- zeitig die Qualität der Vereinsarbeit zu sichern soll mit dem Workshop denk. Aktiv! unterstützt werden.

Nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe werden die Teil- nehmenden in diesem Seminar methodisch darin angeleitet, neue Wege und Lösungen zu finden, sich gegen- seitig zu beraten und sich zu unterstützen. Ein weiterer Bestandteil dieses Workshops ist die Vernetzung vor Ort. Die inhaltliche Ausrichtung orientiert sich an den Wünschen der Teilnehmenden.

Seminarverlauf: Erlernung von Methodenkompetenz, Förderung sozialer Kompetenzen, Gesprächsrunden und Austausch

Seminarleistungen: 1 Übernachtung, Vollpension, Seminarunterlagen, Eigene Anreise

Auf den Spuren Konrad Adenauers und Willy Brandts

Seminar 22U004

Seminarort: Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, Konrad-Adenauer-Str. 8c, 53604 Bad Honnef-Rhöndorf; Willy-Brandt-Forum,Willy-Brandt-Platz 5, 53572 Unkel am Rhein

Seminarzeiten: 03. September 2022, 9:00-18:00 Uhr

Ansprechpartnerin: Frau Michaela Perz (Telefon: 0201-87 89 111)

Mindestteilnehmerzahl: 20 (max. 35)

Anmeldung bis: Informationen folgen

Seminargebühr pro Person: Informationen folgen

 

Traditionelles zum 1. Mai

Tag der Arbeit

Ansprechpartnerin: Frau Michaela Perz (Telefon: 0201-87 89 111)

Kommunale Veranstaltungen

Aufruf zur Beteiligung bei kommunalen Veranstaltungen, bei denen schon viele

Stadtverbände der KAB im Bistum Essen aktiv sind, u.a.:

•  KAB-Stadtverband Bochum

•  KAB-Stadtverband Essen

•  KAB-Stadtverband Gelsenkirchen

Der Maiaufruf der KAB Essen ist ab Ende April 2022 auf

www.kab-essen.de  abrufbar.

 

 

 

Fachtagung Prekäre Beschäftigung

Seminarort: Informationen folgen

Seminarzeiten: Informationen folgen

Ansprechpartnerin: Frau Michaela Perz (Telefon: 0201-87 89 111)

Mindestteilnehmerzahl: Informationen folgen

Anmeldung bis: Informationen folgen

Seminargebühr pro Person: Informationen folgen

 

Aktion zum Equal Pay Day

Mit einer Aktion in Essen, möchte der Diözesanverband am 07.03.2022, am Tag des Equal Pay Day, auf diese Lohnungleichhalt aufmerksam machen. Zur Unterstützung suchen wir interessierte KABlerinnen und KABler.

Bitte meldet Euch in unserem Diözesanbüro unter der Rufnummer 0201/ 8789110 oder unter info@kab-essen.de

 

Senioren grenzenlos

Seminar 22341002

Seminarort: Priesterhaus Kevelaer, Kapellenplatz 35, 47623 Kevelaer

Seminarzeiten: Montag, 09. Mai 2022, 14:00 Uhr bis Freitag, 13. Mai 2022, 14:00 Uhr

Ansprechpartnerin: Frau Barbara Reene-Spillmann (Telefon: 0201-87 89 113)

Mindestteilnehmerzahl: 10 (max. 15)

Anmeldung bis: 01. April 2022

Seminargebühr pro Person: 261,00 EUR p. P. im DZ, 311,00 EUR p. P. im EZ, inkl. Transfer und Vollpension + Halbtagesexkursion in die Niederlande

 

 

 

Denk.Aktiv!

Seminar 22341010 und 2371007

Seminarort: Hotel Restaurant Kloppendieck, Zwillbrock 8, 48691 Vreden

Seminarzeiten: 18. März, 14:00 Uhr bis 19. März 2022, 14:30 Uhr oder 16. September, 14:00 Uhr bis 17. September 2022, 14:30 Uhr

Ansprechpartnerin: Frau Michaela Perz (Telefon: 0201-87 89 111)

Mindestteilnehmerzahl: 12

Anmeldung bis: 25. Februar 2022 bzw. 26. August 2022

Seminargebühr pro Person: 94,00 EUR pro Person im EZ; 59,00 EUR für KAB-Mitglieder

 

Inter(+)aktiv

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Adresse

KAB im Bistum Essen
An St. Ignatius 8
45128 Essen
Telefon: 0201 / 878910