KAB im Bistum Essen

Interaktiv
Treten Sie mit uns in Kontakt

08.05.2018

„Verteilen statt wegwerfen“

Die Duisburger Tafel stellt sich vor beim "Politischen Nachtgebet" in Duisburg Marxloh vor.

An jedem 1. Montag im Monat: Das Politische Nachtgebet in Marxloh

„Lebensmittel retten - Menschen helfen“ ist ein Motto der gemeinnützigen Hilfsorganisation „Tafel“. In Deutschland fallen täglich viele Tonnen an Lebensmitteln an, die qualitativ einwandfrei sind, aber aus dem Handel genommen und vernichtet werden.

Zu Gast am 07. Mai 2018 war der Geschäftsführer Günter Spikofski, der sich folgenden Fragen stellte.

  • Wie ist die Tafel entstanden?

Spikofski: „Die erste Tafel wurde 1993 in Berlin gegründet. 1994 in Duisburg. Inzwischen gibt es deutschlandweit über 900 Tafeln, die dem Dachverband angeschlossen sind. Unterstützt werden Sie bundesweit von 60.000 freiwilligen Helfern.“

  • Was ist der Zweck?

Spikofski: „Lebensmittel an Menschen weiterzugeben, die nur über wenig Geld im Monat verfügen. Dies soll aber nicht die Aufgabe des Staates, für eine soziale Teilhabe aller zu sorgen, ersetzen.

  • Wie ist die Tafel organisiert?

Spikofski: „In Duisburg arbeiten insgesamt 125 Mitarbeiter, in der Suppenküche, bei der Lebensmittelausgabe, dem einsammeln der überschüssigen Lebensmittel. Davon sind 10 Mitarbeiter Hauptamtlich beschäftigt. Die Finanzierung der Tafel besteht ausschließlich aus Spendengelder.“

  • Wer hat Anspruch?

Spikofski: „Das Steuerrecht schreibt vor, wer bedürftig ist in der Abgabenordnung. Dazu gehören Menschen die ALG II, Grundsicherung und Wohngeld beziehen.  Bedürftige Menschen müssen ihre Bedürftigkeit sowie Ihren Wohnsitz nachweisen, damit sie Anspruch auf Leistungen der Tafel haben

  • Von welchen Institutionen wird Sie unterstützt?

Spikofski: „Es konnte aufgrund einiger Spender, wie Mercedes, REWE, die Stadtsparkasse ein neues Kühlfahrzeug angeschafft werden. LIDL unterstützt uns durch Pfandsystem.“ Es bestehen Kooperationen mit benachbarten „Tafeln“, wenn dort ein Überschuss an frischen Lebensmitteln besteht, können diese abgeholt und verteilt werden, sodass im Sinne der Solidarität und Nachhaltigkeit keine Lebensmittel weggeschmissen werden.

 

  • Welche Resonanz hat die Tafel bei der Politik?

Spikofski: „An Ihn herangetreten sind Politiker von der SPD, GRÜNE und der AFD um mehr zu erfahren, dabei blieb es dann, eher gibt es kritische Anfragen an die Politik durch die Überproduktion von Lebensmittel oder beim Problem struktureller Armut. Sein Wunsch zu Lebzeiten: „die Überflüssigkeit der Tafel, dass Menschen von Ihrem Einkommen „gut Leben“ können.“  Dies sagt Spikofski, kann nur politisch gelöst werden z.B. durch die Teilhabe an existenzsicherer Arbeit.

 

Veranstaltet von:

KAB Duisburg, Betriebsrat und IG Metall Thyssen-Krupp Steel Europe Hamborn/ Beeckerwerth und ArcelorMittal Ruhrort GmbH, IG Metall Duisburg-Dinslaken, evangelische Bonhoeffer Gemeinde Marxloh-Obermarxloh, Katholische Gemeinde St. Norbert Pfarrei DU-Nord, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA)  Duisburg/Niederrhein.

Inter(+)aktiv

Treten Sie mit uns in Kontakt

mehrweniger

Adresse

KAB im Bistum Essen
An St. Ignatius 8
45128 Essen
Telefon: 0201 / 878910

Mitglied werden

Hier steht der Mensch im Mittelpunkt.

Jetzt informieren