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01.03.2018

FRAUEN: VERKÜNDERINNEN DER WÜRDE UND DER FREIHEIT

Mitteilung der Weltbewegung Christlicher Arbeiterinnen und Arbeiter (WBCA) zum Internationalen Frauentag am 08. März 2018

Die Weltbewegung Christlicher Arbeiterinnen und Arbeiter (WBCA) feiert am 8. März mit allen Frauen in der Welt den Internationalen Frauentag: den Weg der Emanzipation und die Gleichberechtigung der Geschlechter, insbesondere im Zugang zu Bürgerrechten, in den Karrieremöglichkeiten und in den familiären Verpflichtungen. Die WBCA stellt mit Zuneigung und Dankbarkeit alle Frauen in den Mittelpunkt, die sich diesen Herausforderungen und diesem Kampf um Gleichheit angenommen haben.

Der Internationale Frauentag ist nach wie vor sinnvoll, denn in vielen Teilen der Welt werden Frauen noch immer ausgebeutet, ausgegrenzt, vergewaltigt, als Ware gehandelt, sexuell ausgebeutet, versklavt und getötet, nur weil sie als  Frauen geboren wurden.

Frau zu sein, bedeutet in einigen Ländern, vor allem in der Öffentlichkeit, Demütigungen ausgesetzt zu sein, sich unter erniedrigenden Bedingungen isolieren zu müssen. Besonders sind auch die Frauen zu nennen, die zur  Genitalverstümmelung gezwungen werden. Diese harten Realitäten, auch wenn sie illegal sind oder als Verbrechen betrachtet werden, bestehen weiter und sind die Ursache für den Tod vieler Frauen. Die Schuldigen bleiben häufig ungestraft durch Untätigkeit oder sogar Mittäterschaft der Behörden, die von patriarchalischen Traditionen bestimmt sind, nach denen Frauen völlig unterbewertet werden.

Trotz umfangreicher Informationen, Sensibilisierungskampagnen und der Tatsache, dass sie in vielen Ländern bereits als öffentliche Straftat angesehen wird, gibt es die Tragödie der häuslichen Gewalt. Dieses Drama ist in allen  Gemeinschaften und Kulturen anzutreffen, es zerstört das Leben vieler Frauen jeden Tag aufs Neue. Es gibt immer noch zu viele Frauen, die körperlichen oder psychischen Missbrauch erleiden oder sogar von ihren Ehemännern oder Partnern getötet werden. Frauen, die ein Leben des Leidens führen, gezeichnet ein Leben lang.

Wir stellen fest, dass Frauen die höchste Rate bei Niedriglöhnen, Arbeitslosigkeit und Armut aufweisen, dass das geschlechtsspezifische Lohngefälle für gleiche Arbeit fortbesteht, dass Mutterschaft weiterhin den Zugang zu  Beschäftigung oder beruflicher Entwicklung benachteiligt, dass Frauen am stärksten von psychischer und sexueller Belästigung in Unternehmen betroffen sind.

Diese Realitäten zeigen uns, wie Frauen auch heute noch auf unterschiedliche Weise in ihrer Würde als Frauen, Mütter, Ehefrauen, als Töchter Gottes tief verwundet sind. Dasselbe gilt, wenn Frauen sich um die Familie kümmern, die Kinder erziehen und gleichzeitig auch wesentliche Qualitäten und Fähigkeiten im beruflichen, politischen und sozialen Leben unter Beweis stellen, wenn sie ürgerschaftliche Aufgaben mit familiären Verpflichtungen, mit Freude, Entschlossenheit, Zuversicht und weiblicher Sensibilität miteinander vereinen.

Die WBCA ist davon überzeugt, dass eine andere Lebensweise möglich ist, in der Männer und Frauen in Würde und in Harmonie miteinander leben. Familien sind Gemeinschaften, in denen wir lernen, Aufgaben zu teilen, Verantwortung zu übernehmen und Unterschiede zu respektieren. In Familien muss es Raum für Gemeinschaft und gegenseitige Hilfe geben.

Die Anerkennung der Würde der Frauen von heute ist auch eine Erinnerung an den Wert und die Anerkennung, die Jesus Christus den Frauen seiner Zeit gegeben hat. Er ging auf sie zu, verteufelte die Haltung derer, die sie misshandelten, und ließ sie die gute Nachricht von seiner Auferstehung verkünden: „Gehet aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa, da werdet ihr ihn sehen, wie er gesagt hat“ (Mk 16,7). Und wie Papst Franziskus kürzlich bekräftigte: die Frau bringt Harmonie in die Welt, sie lehrt uns, mit Zärtlichkeit zu lieben.

Für die WBCA erfordert der Weg der Befreiung der Frauen von diesen harten Realitäten und die eindeutige Anerkennung ihrer Würde den Zugang für jede und jeden sowie ihrer Familien zu Chancengleichheit und zu „Tierra, Techo, Trabajo“, wie Papst Franziskus es sagt („Grund und Boden, ein Dach über dem Kopf und Arbeit für alle“). Wenn diese Grundbedürfnisse gesichert sind, werden auch die Menschenrechte und insbesondere die Rechte der Frauen  geachtet sein.

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