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20.06.2018

„Damit der Sonntag nicht zum Werktag wird!“ - KAB im Bistum Essen fordert weniger verkaufsoffene Sonntage

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Essen kritisiert die Entscheidungen der Landesregierung, die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage von vier auf acht zu erhöhen und sieht Handlungsbedarf, damit der Sonntag nicht zu einem normalen Werktag ausgebaut wird, wie Hermann-Josef Schepers, Diözesanvorsitzender der KAB im Bistum Essen feststellt: „Immer mehr Menschen spüren: In vielen EU-Ländern gibt es eine erschreckende Zunahme verkaufsoffener Sonntage. Damit der Sonntag nicht zum beliebigen Werktag wird, müssen wir uns als Bürgerinnen und Bürger, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und auch als Konsumenten gegen die Versuche aus Politik und Wirtschaft wehren!“

Der Sonntag – ein Jahrtausend altes kulturelles Erbe – ist kein Tag wie jeder andere. Er prägt den Lebensrhythmus vieler Völker und hat sich als gemeinschaftsbildender und familienfreundlicher Unterbrechungs- und Ruhetag bewährt. Der arbeitsfreie Sonntag schützt vor dem Ausverkauf der Zeit und schafft eine Zeitkultur, um den gemeinsamen Rhythmus zwischen Arbeit und Ruhe, zu erhalten. Der arbeitsfreie Sonntag gewährt gemeinsame Zeiträume für das Leben in Beziehungen, Partnerschaften und Familien und ermöglicht gesellschaftliches, kulturelles und religiöses Leben und Engagement.

Deshalb wird die KAB im Bistum Essen weiterhin gemeinsam mit der Gewerkschaft Ver.di alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen, um die arbeitsfreien Sonntage für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schützen. Politischen Forderungen nach einer vollständigen Öffnung des Sonntages oder einer weiteren Aushöhlung der freien Zeitbestimmung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird sich die KAB entgegenstellen, wie Klaus Winkelmann, Sprecher der Allianz für den freien Sonntag in Essen, betont: „Es geht uns als Allianz und KAB nicht darum, uns in eine Seite zu „verkämpfen“ oder eine haltlose Maximalforderung aufzustellen, sondern darauf zu achten, dass der Sonntag ein freier Tag für alle Menschen bleibt und nicht unter dem Deckmantel von Digitalisierung und Kommerzialisierung ausgehöhlt wird.“

Für die KAB im Bistum Essen steht fest: Der freie Sonntag ist mehr als nur ein freier Tag, er ist auch Sinnbild gegen die Bestrebungen einer „Rund-um-die-Uhr“-Mentalität, die nicht zuallererst den Menschen, sondern Konsum und Profit in den Blick nimmt. Hermann-Josef Schepers: „Wir fordern alle Menschen guten Willens auf, sich für den Erhalt des Sonntags einzusetzen, damit der Sonntag nicht zum Werktag wird. Der Einsatz für den Sonntag ist ein Einsatz für die Würde des Menschen.“

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