02.07.2020

15 Cent mehr Mindestlohn holen keinen aus der Armutsfalle

„Die Mindestlohnerhöhung um 15 Cent zum 1. Januar 2021 und die stufenweise Anhebung auf 10,45 Euro erst ab Juli 2022 hält Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Armutsfalle gefangen“.

Dies betont KAB-Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann direkt nach Bekanntgabe der Empfehlung der Mindestlohn-Kommission. Die KAB Deutschlands ruft in einer Online-Petition an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil dazu auf, durch eine Gesetzesinitiative einen armutsfesten Mindestlohn in Höhe von mindestens 13,69 Euro umzusetzen. 

Luttmer-Bensmann: "Mindestlohn muss vor Armut schützen."

Der katholische Sozialverband sieht in der jetzigen Anhebung eine weitere Ausweitung des Niedriglohnsektors und Zementierung der sozialen Spaltung in Deutschland. "Mit einer Anhebung auf 10,45 Euro erst ab Sommer 2022 bleibt nach einem langen Arbeitsleben in Vollzeit weiter nur eine Rente von 699 Euro und damit weit unter der Grundsicherung. Die jetzige Empfehlung der Kommission laufe weit hinter der tariflichen Entwicklung her. "Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich müssen die doppelte Last der Coronakrise tragen. 15 Cent sind ein schlechtes Trinkgeld", erklärt Luttmer-Bensmann. Das darf nicht sein! Arbeitslohn muss vor Armut schützen", betont Luttmer-Bensmann.

Mit einer Online-Petition und Unterschriftenlisten will die KAB den Bundesarbeitsminister bewegen, eine Gesetzesreform zu starten, die einen fairen und menschenwürdigen Mindestlohn ermöglicht und diesen nachhaltig armutsfest macht. "13,69 Euro sind eine Frage der Achtung und Anerkennung für geleistete Arbeit. Herr Minister Heil, stoppen sie jetzt die Armutsfalle Mindestlohn!", fordert der KAB-Bundesvorsitzende.

Die KAB Deutschlands ruft daher bundesweit zur Unterstützung der gestarteten Online-Petition "Stoppt die Armutsfalle Mindestlohn!" auf: (http://www.kab.de/mindestlohn-petition)   

Foto: KAB Deutschlands e. V.

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