Weihnachtsgruß der Diözesanleitung

Liebe Frauen und Männer der KAB im Bistum Essen.


Nur ein paar Stunden Sonnenlicht am Tag. Der Nebel hängt tief. Meist ist es irgendwie trüb, diesig, manchmal verregnet. Auf den Fußgängerwegen liegen noch die gefallenen Herbstblätter. Die bunten Farben werden eintönig braun. Das Laub wird matschig. Auf einmal ein besonderer Moment: Während die grau-blasse Helligkeit schwindet, erstrahlt ein Haus im weihnachtlichen Glanz, genau wenn man vorbeikommt. Der Blick wird plötzlich von einem Leuchten angezogen. Unerwartet, überraschend. Ja, Weihnachtsbeleuchtung kann übertrieben grell und kitschig sein – aber es reicht auch schon ein kleiner Stern, der golden an einer Eingangstüre hängt. Da ist auf einmal ein Weihnachtsstern, jener Schein, der einen für diesen Moment aus den eigenen Gedanken reißt.

Darum haltet auch ihr euch bereit!

Da ist dieses Licht, das wandelt. Es zieht nicht nur den Blick auf sich, sondern erleuchtet wirklich. Es erinnert an das Fest, das uns bevorsteht: Weihnachten. Der Menschensohn kommt auf die Erde. Wer hätte damit gerechnet? Wer hätte das erwartet? Im ganz Kleinen, in Betlehem ist es passiert. Ungesehen von den meisten Menschen. Heute, bekannt auf der ganzen Welt, wird das Ereignis mit Lichtermeeren und Geschenkebergen gefeiert. Vielleicht manchmal schon etwas übertrieben – zu grell, zu kitschig. Wofür feiern wir dieses Fest? Wie bereiten wir uns vor? So oft versinken wir im Grau der Welt und machen uns Gedanken nur um uns selbst, sind getrieben von den Problemen des Alltags.

Darum haltet auch ihr euch bereit!


Und dann reißt uns etwas heraus. Ein Licht? Ein Licht, das aufscheint und wandelt. Ein Mensch, der uns begegnet. Ein Wort, das wir hören. Eine Melodie, die unser Ohr erreicht. Etwas, das uns neu bewusst macht: Wir sind nicht allein auf dieser Welt. Als Menschen leben wir hier zusammen. Am besten als Gemeinschaft. Dieser Menschensohn ist zu uns gekommen. Keiner hatte es erwartet. Gott wurde Mensch. Er hat es uns vorgelebt, uns gezeigt, wie aus Fremden Freunde werden. Wie aus Schwertern Pflugscharen werden und ein Licht die Dunkelheit erhellt. Er hat uns gewandelt. Er wandelt uns immer wieder. Er verwandelt die
ganze Welt.


Darum seien wir bereit!


Lassen wir uns der Trübsal entreißen und uns vom Menschensohn erleuchten. Schaffen wir selbst diese Momente, in denen wir seinen Schein sichtbar machen. Zeigen wir, dass Gemeinschaft, Frieden und Licht auch in dieser Welt möglich sind – besonders in den Augenblicken, in denen andere es nicht erwarten!

In diesem Sinne wünschen ich Ihnen, liebe Frauen und Männer der KAB im Bistum Essen, eine besinnliche Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest.
Diakon Jürgen Haberl, Diözesanpräses der KAB im Bistum Essen

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