Halden-Kreuzweg: Hochwertig ersetzte Kunst wird originalen Kupferplatten ähneln

Nach dreistem Diebstahl mit massiver Gewalt: Trägergerüste und vier entwendete Kunstwerke auf der Halde Prosper Haniel können dauerhaft an Jesu Leiden und die Welt des Bergbaus erinnern 
 

Mit grober Gewalt haben Diebe sechs Stationen des einzigartigen Kreuzweges auf der Bottroper Halde Prosper Haniel beschädigt und vier Kupferplatten entwendet. Um die Platten aus vier der sechs Trägergerüsten zu entwenden, zerstörten sie an den Stationen die Massivholzgerüste. Aus den oberen Teilen der als Bottroper Förderturm gestalteten Gerüste brachen sie die ,,Rahmen“-Befestigung heraus. Das war nur mit schwerem und wohl hydraulisch funktionierendem Gerät möglich. Die mehrfach gut gesicherten Kupferplatten mit den Zeichnungen der verstorbenen Künstlerin Tisa von der Schulenburg könnten damit auf Dauer verloren sein. Die RAG-Stiftung, auf der Halde verantwortlich, hat Strafanzeige gestellt. Die Ordensfrau von der Schulenburg lebte zuletzt im Dorstener Ursulinenkloster.

Betroffen zeigten sich Bischof Dr. Franz Josef Overbeck sowie Hermann Josef Schepers, der KAB-Diözesanvorsitzende und langjährig engagierte Kreuzweg-Förderer. Beim Verein Karfreitagskreuzweg auf der Halde und bei Schepers liefen die Fäden für die Beseitigung und den Abbau der Gerüste vor der beabsichtigten Wiederherstellung des Kreuzweges zusammen. Finanziell steht die RAG-Stiftung unter Bärbel Bergerhoff-Wodopia vom Stiftungsvorstand für diese Sanierung und den Kreuzweg-Erhalt gerade.

Dank gesicherter Archivvorlagen ist hochwertiger Ersatz für die gestohlenen Platten möglich. Nach den Vorlagen sollen die Platten auf stabilem Kunststoff und als Folien im Original-Farbton neu gefertigt  werden. Besucher der Halde, die geschockt über die rüchsichtslose Tat und den erneuten Kupferdiebstahl (nach Entwendung zweier Platten anno 2022) dürfen jetzt dank des Engangements der Stiftung, des Vereins Karfreitagskreuzweg und der KAB hoffen. Klar ist: Der Kreuzweg wir erneut und wiederum stark gesichert restauriert.  Das Verfahren der Wiederherstellung entspricht der religiösen und kulturhistorischen Bedeutung  des Kreuzweges.  

Autor uw

Die Fotos zeigen die Beschädigungen an den Stationen des Kreuzweges auf der Halde Haniel.

Foto: KarH e.V.

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