Als KAB im Bistum Essen treten wir dafür ein, dass Arbeit dem Menschen dient und nicht umgekehrt. Arbeit soll Sicherheit geben, Teilhabe ermöglichen und ein Leben in Würde tragen. Wo Menschen trotz harter Arbeit in Unsicherheit leben, wo Arbeitsverhältnisse prekär sind und wo Mitbestimmung geschwächt wird, ist dieses Ziel nicht erreicht.
Gerade in Zeiten wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Umbrüche braucht es eine klare Orientierung: Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen. Nicht allein Effizienz, Flexibilität und wirtschaftlicher Nutzen dürfen das Maß aller Dinge sein. Gute Arbeit zeigt sich dort, wo Beschäftigte fair bezahlt werden, verlässliche Arbeitsbedingungen haben und ihre Interessen wirksam vertreten können.
Für die KAB gehören deshalb faire Löhne, soziale Absicherung und starke Mitbestimmungsrechte untrennbar zusammen. Eine Arbeitswelt, die Menschen nur nach Leistung bewertet und sie zunehmendem Druck aussetzt, spaltet die Gesellschaft und gefährdet den sozialen Zusammenhalt. Gute Arbeit hingegen stärkt Menschen, Familien und das Gemeinwesen.
Der 1. Mai ist für uns deshalb mehr als ein traditioneller Aktionstag. Er ist ein deutliches Zeichen der Solidarität mit allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Er ist ein Tag, an dem wir öffentlich Haltung zeigen für Gerechtigkeit, Respekt und menschenwürdige Arbeit.
Die KAB im Bistum Essen macht deutlich: Gute Arbeit braucht Würde, Lohn und Mitbestimmung. Dafür setzen wir uns ein — in Kirche, Gesellschaft und Politik.
„Gute Arbeit gibt es nicht ohne faire Löhne, verlässliche Bedingungen und echte Mitbestimmung. Dafür steht die KAB — gerade am 1. Mai“, so Bernd Wagner, stellvertretender Diözesanvorsitzender.