Arbeit darf Menschen nicht krank machen

KAB im Bistum Essen fordert mehr Schutz vor Überlastung und psychischem Druck in der Arbeitswelt.

Kurz vor Karfreitag weist die KAB im Bistum Essen auf die wachsenden Belastungen vieler Beschäftigter hin. Hoher Arbeitsdruck, ständige Erreichbarkeit, Personalmangel und unsichere Arbeitsbedingungen prägen für viele Menschen den Alltag.

Für die KAB ist klar: Arbeit muss dem Menschen dienen. Sie darf ihn nicht krank machen.

Immer mehr Menschen erleben ihren Arbeitsalltag als Überforderung. Sie funktionieren nur noch, statt gesund und in Würde arbeiten zu können. Das dürfen wir nicht als normalen Zustand akzeptieren“, erklärt Diözesanvorsitzender Manfred Niemann.

Die KAB sieht mit Sorge, dass sich die Grenzen zwischen Arbeit, Freizeit und Erholung zunehmend auflösen. Wer dauerhaft unter Druck steht, verliert nicht nur Kraft und Lebensqualität. Auch Familie, soziales Leben und ehrenamtliches Engagement leiden darunter.

Eine Arbeitswelt, die Menschen auf Leistung reduziert und ihre Belastungsgrenzen ignoriert, ist weder sozial noch christlich verantwortbar“, so Niemann weiter. „Wir brauchen verlässliche Arbeitszeiten, besseren Gesundheitsschutz, mehr Mitbestimmung und einen klaren Vorrang der Menschenwürde vor rein wirtschaftlichen Interessen.

Die KAB im Bistum Essen fordert deshalb:

  • besseren Schutz vor psychischer Überlastung
  • klare Grenzen gegen ständige Erreichbarkeit
  • verlässliche Arbeitszeiten
  • stärkere Mitbestimmung
  • gesunde und menschenwürdige Arbeitsbedingungen

Karfreitag erinnert Christen an Leiden, Ohnmacht und Entwürdigung. Für die KAB ist dieser Tag deshalb auch ein Auftrag, auf das Leiden in der heutigen Arbeitswelt zu schauen und Haltung zu zeigen.

Christlicher Glaube darf nicht beim privaten Mitgefühl stehen bleiben. Er muss dort konkret werden, wo Menschenwürde verletzt wird. Auch in der Arbeitswelt“, betont Niemann.

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