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Zukunft mit Stahl - eine Perspektive für Duisburg

13.02.2018

Zukunft mit Stahl - eine Perspektive für Duisburg

Über die Zukunft des Stahlstandortes Duisburg haben beim politischen Nachtgebet in der Marxloher Kreuzeskirche Günter Back der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Thyssen Krupp Steel Europe und Thomas Kennel von der IG Metall Duisburg-Dinslaken gesprochen.

Ganz aktuell wurden dabei die Abstimmungsergebnisse der großen Mitarbeiterbefragung in allen Niederlassungen des Stahlkonzerns diskutiert und kommentiert. „Der neue Tarifvertrag gibt Standortsicherheit und Kündigungsschutz für die nächsten neun Jahre“, sagte Kennel, der dieses Ergebnis auf die „gewerkschaftliche Kampfkraft“ der Metaller zurückführte. „Außerdem haben wir Investitionsgarantien festschreiben lassen.“

Die Abstimmung der Stahlkocher bei Thyssen Krupp über den Tarifvertrag zur Tata-Fusion brachte eine breite Zustimmung von 92,2 Prozent der abgegebenen Stimmen. Amsterdam soll als Hauptsitz des neuen Joint Venture geplant sein, weil die Stadt geografisch so günstig zwischen den Standorten England und Deutschland läge. „Das regt mich richtig auf, dass Hiesinger öffentlich so tut, als habe die Flucht vor der deutschen Montanmitbestimmung und das günstigere holländische Firmenrecht sowie steuerliche Vorteile gar nichts mit dieser Entscheidung zu tun“, empörte sich Back, „wer soll das bitte glauben?“

Ein weiterer Diskussionspunkt, war die veränderte Haltung der Politik, die sie beide in den Auseinandersetzungen um die Fusion und den neuen Tarifvertrag zu spüren bekamen. Der SPD-Mann Kennel beklagte, dass schon die abgelöste rotgrüne Landesregierung auffällig wenig Interesse gezeigt hätte, sich für die Kampagne der Metaller einspannen zu lassen. CDA-Mann Back wiederum hatte kein Verständnis für aktuelle Äußerungen über die angeblich seit Jahren defizitäre Stahlbranche aus den Reihen der CDU-Fraktion. „Anscheinend sind die Zeiten vorbei, zu der sich Politiker aller Parteien ausgesprochen gerne mit Stahlarbeitern in weißen Helmen fotografieren ließen“, fassten beide ihre Enttäuschung über den mangelnden politischen Rückhalt zusammen.

Aus Sicht des Duisburger KAB-Stadtverbandsvorsitzenden, Günter Zirbi, ist dieser Tarifvertrag für den Stahlstandort Duisburg von immenser Bedeutung: „Nach dem Zechensterben, jetzt noch den Standort Stahl zu verlieren, wäre sicher schon der Todesstoß für unsere Stadt. Der Tarifvertrag ist wohl einmalig. 9 Jahre Arbeitsplatzsicherung, Standortsicherung, Ausbildungssicherung und eine Zusage für Investitionen sind die positiven Zusagen. Doch, wir müssen auch sehen, dieser Vertrag kommt nur zustande, wenn es einen Zusammenschluss zwischen den Firmen Tata und Thyssen Krupp Steel gibt. Hier gibt es noch einige strittige Punkte z. B. die Pensionskasse von Tata oder auch der Hauptsitz der neuen Firma in den Niederlanden. Wir müssen wohl noch etwas warten mit dem Hurra Ruf!“ 

@Bundesarchiv

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